Veränderungen des Herzens und der Blutgefäße nehmen seit vielen Jahren zu und gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Die Daten des Statistischen Bundesamtes sprechen eine deutliche Sprache. Mit fast 340.000 Todesfällen stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch vor Krebs-Erkrankungen (230.000 Todesfälle) in Deutschland an erster Stelle der Todesursachen. Allein diese Zahl unterstreicht nicht nur die Notwendigkeit einer raschen Behandlung im akuten Erkrankungsfall sondern zeigt, wie notwendig vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung des Ernstfalls sind.
Was sind die häufigsten Erkrankungen?
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz
- Bluthochdruck
- Veränderungen am Herzen bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)
- Vorhofflimmern
- Schlaganfall
- Verbindung zwischen linkem Vorhof des Herzens mit dem rechten Vorhof (Vorhofseptumdefekt oder ASD; persistierendes Foramen ovale oder PFO)
Im vergangenen Jahrzehnt wurden wichtige medizinisch-technische Fortschritte in der Behandlung dieser Erkrankungen eingeführt. Dazu zählt der Einsatz verbesserter Stents zur Öffnung verschlossener Gefäße des Herzens, Ersatz von Herzklappen über einen Katheter (TAVI), neuartige Herzschrittmacher, Defibrillatoren zur Vorbeugung eines plötzlichen Herztodes oder elektrophysiologische Eingriffe am Herzen zur Ausschaltung von Leitungsbahnen, die beispielsweise ein Vorhofflimmern verursachen können.
Parallel zu diesen wichtigen technischen Fortschritten hat sich aber auch die so genannte konservative Herzmedizin weiterentwickelt. Neue Behandlungskonzepte ohne die Notwendigkeit eines körperlichen Eingriffs stellt für viele Patienten eine hervorragende Alternative dar.
In großen Studien konnte gezeigt werden, dass der frühzeitige Einsatz neuer innovativer medikamentöser Therapien zur Vermeidung solcher invasiver Maßnahmen führt und auch einen langfristigen Überlebensvorteil mit sich bringt.
Voraussetzung zum Erfolg einer konservativen Therapie ist die rechtzeitige Betrachtung der Werte von Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und anderen Parametern und ganz besonders das Ergebnis bildgebender Untersuchungen wie Ultraschall des Herzens. Jeder Mensch und damit jeder Patient ist unterschiedlich. Daraus resultiert die Notwendigkeit unterschiedliche Medikamente auszuwählen, zu kombinieren und die Dosis anzupassen. Gleichzeitig müssen Wechselwirkungen der Substanzen berücksichtigt werden, um negative Auswirkungen der Therapie zu vermeiden.
Die ärztliche Kunst besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse in eine persönliche Therapie einzubinden. Nicht nur der Blick auf ein einzelnes Organ wie das Herz ist entscheidend, sondern der ganze Mensch mit möglichen zusätzlichen Erkrankungen. Dazu gehören Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes), Polyneuropathien (Nervenschmerzen) oder Folgen eines vorangegangenen Ereignisses wie ein Apoplex (Schlaganfall).
Ziele einer konservativen Medizin sind den Fortschritt einer Erkrankung zu verlangsamen, Erhalt der Lebensqualität, Vermeidung von Krankenhausaufenthalten, um im besten Fall ein normales Leben führen zu können. Nicht in jedem Fall gelingt dies vollständig, daher ist es wesentlich zu erkennen, wann der richtige Zeitpunkt für eine Therapieänderung einschließlich eines interventionellen Eingriffs gekommen ist.
Um dies zu erreichen, bedarf es langjähriger klinischer Erfahrung, einer sorgfältigen Erhebung von Befunden sowie einer periodischen Kontrolle des Patienten.
Der berufliche Werdegang von Frau Dr.Heizmann begann mit der Ausbildung zur Internistin mit den Schwerpunkten Hämatologie/Onkologie sowie Nephrologie. Als Fachärztin für innere Medizin begann ihre Tätigkeit als Intensivmedizinerin zuerst in Hildesheim mit dem Abschluss Internistische Intensivmedizin, dann am Deutschen Herzzentrum Berlin. Als leitende Oberärztin der Intensivstationen mit 50 Beatmungsbetten betreute sie Patienten nach komplizierten kardiochirurgischen Eingriffen wie Ersatz der Herzklappen, großer Blutgefäße oder nach Transplantation von Herzen sowie von Lungen. Ihre langjährige Erfahrung in der Intensivmedizin, im Deutschen Herzzentrum Berlin und seit erfolgreichen 20 Jahren in der Klinik St.Wolfgang ist die beste Voraussetzung Sie auf Ihrem Weg zur Gesundheit zu begleiten.